Oedsmawei 4 9001 ZJ, Grou
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Vaarverhalen

Catharina Elisabeth

Droomvaren met de Catharina Elisabeth

          Traumtouren mit der Catharina Elisabeth 
         Von Hilke und Fritz Wolff auf der Grouwstervlet Catharina Elisabeth

Die vierte Saison haben wir jetzt auf unserer Grouwstervlet Catharina Elisabeth zugebracht. Es hat uns zu keinem Zeitpunkt leidgetan, vom Segelboot auf das Motorboot umgestiegen zu sein. Die 40 Jahr auf dem Segelboot möchten wir nicht missen, aber die Entscheidung, etwas ganz anderes zu tun, war goldrichtig. Denn mit dem Umstieg auf das Motorboot ist auch das Entdecken ganz anderer Fahrgebiete verbunden. Flüsse statt Watt und Nordsee, das hat den Vorteil, dass alle sehenswerten Städte eben an Flüssen liegen, wie Berlin, Dresden, Hamburg, Maastricht oder Paris. Und damit auch ihre Sehenswürdigkeiten und ihre Kultur. Jede Saison haben wir auf diese Weise ca. 350 Motorstunden zurückgelegt. Das klingt angestrengter als es ist, denn erstens haben wir Zeit und zweitens machen wir keine Gewalttouren am Tag. Morgens geht es nach dem ausgiebigen Frühstück gegen 10.00 Uhr los und gegen 15.00 – 16.00 Uhr halten wir Ausschau nach einem geeigneten Liegeplatz. Wo es viel zu sehen gibt, bleiben wir liegen. Dank einer perfekt funktionierenden Selbststeueranlage sind wir auch nicht am Ruder „festgenagelt“, bei schönem Wetter steuern wir meistens von draußen dank fernbedienter Selbststeuerung. Und meine „Frischluftsehnsucht“ als ehemaliger Segler wird so befriedigt.
Die Besatzung ist perfekt eingespielt, meine Frau ist begeistert und immer eine große Hilfe insbesondere in den zahlreichen Schleusen. Ohne große Worte ist das Manöver in der Schleuse dank Mittelklampe eine Kleinigkeit, sowohl zu Berg als auch zu Tal. Die in Zeitschriften erzählten Schauermärchen über Schleusen sind Unsinn und wir brauchen auch kein mit Fendern gepökeltes Boot, wie man es häufig sieht. Bordhund Hedi fühlt sich sauwohl, sie hat es ja auf dem Motorboot besser. Kein Seegang, immer gibt es etwas zu gucken, deshalb liegt sie meist draußen auf dem Vordeck. Abends und morgens gibt es ausgiebige Spaziergänge. Die Hundefreundlichkeit ist in anderen Ländern wie Frankreich und Holland deutlich ausgeprägter. Das Miteinander von Mensch und Hund (und Kind) scheint in diesen Ländern ohne unsere deutsche Verbots- und Angstkultur reibungslos zu funktionieren (Auch Sturzhelme auf Fahrrädern und Zäune um Hafenanlagen haben wir in Holland und Frankreich nicht gesehen).
Für 2013 haben wir uns die „klassische Schleife“ vorgenommen, von der wir so viele begeisterte Berichte von Motorbootfahrern in Holland gehört haben. Über die Maas Richtung Toules / Nancy und dann über die Mosel und den Rhein zurück. Unser Startpunkt war Grou in Friesland, wo wir auch unser Winterlager haben.
Die Maas ist ein völlig verkannter Fluss, dessen Schönheit in Deutschland beinahe unbekannt ist. Sie entspringt in 400 m Höhe bei Pouilly-en-Bassigny in Südfrankreich, durchschneidet die Ardennen und weitet sich in Holland zu einem mächtigen Strom, der im Haringsvliet und in den Nieuwe Waterweg bei Rotterdam mündet.  Da sie größtenteils kanalisiert ist, hat man es, ausgenommen von Hochwasserlagen, nur mit einer mäßigen Strömung zu tun.
Von Grou in Friesland fährt man am besten über Blokzijl, Ketelmeer und die Ijssel Richtung Maas. An der Ijssel gibt es traumhafte Städte wie Hattem, Zutphen und Doesburg, die gute Übernachtungsmöglichkeiten bieten. Über den Waal, so wird der Rhein ab Holland bezeichnet und den Maas – Waalkanaal trifft man auf die Maas, die an dieser Stelle ihre nördliche Fließrichtung mit einem scharfen Knick in Richtung Westen ändert, um der Nordsee zuzustreben. Und sofort wird sie traumhaft schön durch die abzweigenden Maasplassen, ehemalige Kiesgruben, die für den Wassersport erschlossen wurden. Die Maasplassen sind schon allein ein Reiseziel, denn sie ziehen sich bis Maasbracht hin, ein Urlaubsparadies!
Maastricht ist eine sehenswerte Stadt, die zudem mit dem neu angelegtem Hafen „Le Bassin“ einen sehr guten Liegeplatz bietet. Kurz vor Lüttich erreicht man Belgien, wo man an der ersten Schleuse registriert wird. (0358)In Wallonien reicht eine Nummer, in Flamen muss man eine gebührenpflichtige Plakette erwerben, alles im Rahmen der europäischen Einheit. Sowohl Lüttich als auch die dann folgende Stadt Namur lohnen einen Aufenthalt. Und dann wird die Maas noch schöner. Der bis Namur noch starke Binnenschiffsverkehr mit großen Schiffseinheiten hat nachgelassen und die Maas zwängt sich zunehmend in enge Schluchten, eine Loreley nach der anderen. Die Stadt Dinant drängt sich hier zwischen steil aufragenden Schluchten eng in das Flusstal, ein Highlight.
Kurz danach kommt die französische Grenze, wo man eine Plakette der VNF erwerben muss. Das ist die französische Wasserstraßenverwaltung, die sämtliche Kanäle und Schleusen verwaltet. Die Plakette kann man vorher im Internet (VNF France) erwerben. Zugleich erhalten wir die Fernbedienung für die nun folgenden Selbstbedienungsschleusen. Das geht meistens ohne Probleme, hat man ein Problem ist die Kanalverwaltung nach Anruf innerhalb kurzer Zeit vor Ort. Ohne Mitschleuser haben wir die Schleusungen teilweise in 15 Minuten pro Schleusung geschafft, dank perfekter Bordfrau, ausschließlichem Gebrauch der Mittelklampe und Bug- und Heckstrahlruder.
In immer enger werdenden Windungen drängt sich die Maas durch die Ardennen. Man sitzt die ganze Zeit möglichst draußen und genießt die fantastische Landschaft. Die meisten Orte haben inzwischen gute Schwimmstege mit Strom und Wasser als Übernachtungsplätze. Die Versorgung ist ein Vergnügen, da es in Frankreich auch in kleineren Orten gute Einkaufsmöglichkeiten wie Bäcker, Schlachter, Fischhändler oder Gemüsehändler gibt. Herrlich ist es morgens mit Hund frisches Baguette und Croissants zu holen, kein Vergleich zu unseren deutschen Pappbrötchen. Wenn noch eine Markthalle am Ort ist, bleiben keine kulinarischen Wünsche offen. Deshalb haben wir zu einem großen Teil an Bord gekocht, weil man ohne große Vorbereitungen meistens ein schönes Essen genießen konnte. Vielfach bieten auch Schlachter, Fischhändler und Märkte sehr gut vorbereitete Fertiggerichte, kein Vergleich zu unserer Massenware. Zudem bieten kleine Restaurants mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis jederzeit die Möglichkeit die gute französische Küche zu genießen. Über Charleville, sehr sehenswert, und Sedan erreichen wir Verdun.
Man liegt dort mitten in der Stadt an einer neu gestalteten Uferpromenade mit hervorragenden Einkaufsmöglichkeiten drum herum. Aber die vielen Kriegsdenkmäler aus dem 1. Weltkrieg mahnen, dass Verdun eine andere, traurige Bekanntheit hat. Die deutsche Armeeführung hatte Verdun als strategisch besonders wichtig ausgemacht, für die Franzosen wiederum waren Verdun und seine Festungen von überragender nationaler Bedeutung, das erklärt die Unerbittlichkeit dieses grausamen Stellungskrieges. In knapp einem Jahr sind hier 170.000 Franzosen und 150.000 Deutsche gefallen, im wahrsten Sinne des Wortes Kanonenfutter. Auf das benachbarte Fort Douaumont sind allein 400.000 Granaten niedergegangen, es ist jetzt ein Gebeinehaus mit den sterblichen Überresten der Gefallenen und riesigen umgebenden Kriegsfriedhöfen. Die Schlachtfelder sind auch 100 Jahre danach noch zu erkennen. Das Fort Vaux im Ort kann besichtigt werden. Man fährt auf einem Elektrowagen durch die riesige Anlage wo alles realistisch wieder aufgebaut wurde. Alles ist überaus beeindruckend, jede Schulklasse sollte diese Stätten des Grauens besichtigen, für die zukünftige Denkweise der jüngeren Generation ist das besser als mancher schulische Skiurlaub.
Umso schöner ist das Verhalten der Franzosen, auch in dieser Region, die uns und unserem Boot mit deutscher Flagge überaus freundlich begegnet sind. Wenn eines funktioniert, dann ist es die deutsch-französische Freundschaft. Weiter geht es die Maas nach Süden. Kurz vor Toules erwarten uns der Tunnel von Foug und die daran anschließende Schleusentreppe mit 11 Schleusen hintereinander. Der Tunnel ist 1 km lang, an beiden Seiten ist bei unserem 4.25 m breiten Schiff noch jeweils 40 cm Platz. Der Tunnel wird über eine Ampelanlage geregelt, man muss sehr genau steuern, es ist dunkel und in der Ferne sieht man nur einen hellen Fleck als Ende des Tunnels. Die Schleusentreppe befördert uns in kurzer Zeit hinunter in das Tal der Mosel, alle Schleusen sind automatisch gesteuert.
An sich wollen wir noch nach Nancy, aber die Zeit reicht nicht mehr, deshalb werden wir das sehenswerte Nancy bei unserer geplanten Tour weiter ins Elsass besuchen. Auf dem Rückweg über die Mosel sollte man unbedingt in Metz Station machen. Die Stadt bietet viele Sehenswürdigkeiten, besonders beeindruckend ist die Kathedrale. Die Mosel ist wieder gestaut und uns begegnen auch wieder große Binnenschiffe und Schubschiffe. In Luxemburg halten die meisten Motorboote in Schwebsange, weil es dort billigen Diesel gibt. Unser 170 PS Deutz Diesel verbraucht übrigens nicht mehr als 5 Liter/Std. im Durchschnitt. Luxemburg bietet die ersten Weinberge an der Mosel, die Ortschaften sind auffällig adrett und sauber.
Bei Trier beginnt die deutsche Mosel, sie ist gestaut mit großen Wehren und Schleusen. Bei den Schleusen muss man häufig auf Binnenschiffe warten, am schlimmsten sind die großen Flusskreuzfahrtschiffe, die immer Vorrang haben, rücksichtslos fahren und in den Schleusen nur auf ernsthafte Ermahnung der Schleusenwärter ihre Schrauben abstellen. Die Mosel ist vom Boot aus noch beeindruckender als wenn man mit dem Auto den Fluss entlang fährt. Man sieht nämlich beide Seiten, während vom Auto aus nur die gegenüberliegende Seite zu sehen ist. Die Infrastruktur für Sportbootfahrer ist an der Mosel sehr gut, die Orte bieten gute Liegestellen und es gibt viele Yachthäfen. Besonders beeindruckt haben uns die Orte Traben-Trabach, Cochem und Bernkastel-Kues. Zeitweise sind die Orte grenzwertig von Touristen überlaufen, in der Hauptsaison möchte ich hier nicht mit dem Boot fahren.
Am Deutschen Eck bei Koblenz hat uns Vater Rhein wieder. Über den werden von Sportbootfahrern viele Horrorgeschichten erzählt. Wir haben auf dem Rhein keinerlei Probleme. Natürlich muss man gut aufpassen, bei einer Stromgeschwindigkeit von 4 Knoten und einer Fahrgeschwindigkeit von 7 Knoten kommen die Tonnen sehr schnell näher. Die überholenden Binnenschiffe kommen sehr schnell näher, also immer Aussicht nach hinten halten, bei den entgegenkommenden Schiffen muss man gut auf die „Blaue Flagge“ achten, sie zeigt an, an welcher Seite man dem Binnenschiff begegnen muss. Sehr hilfreich ist auch unser AIS, besonders auch auf der Mosel, denn man kann in den Flussschleifen die entgegenkommenden Schiffe früh erkennen und wird auch von ihnen früh gesehen. Die Binnenschiffer sprechen uns sogar über UKW an, dass sie uns über AIS gesehen haben und regeln dann das sich Begegnen und Überholen. AIS ist ein großer Sicherheitsgewinn!
In großen Schritten ging es Richtung Heimat, wobei der Paradieshafen in Düsseldorf sehr zu empfehlen ist. Wir bekommen sogar vom Vereinsvorsitzenden die Brötchen zum Frühstück gebracht, weil kein Bäcker in der Nähe ist. In einer Rheinplasse bei Rees wird noch einmal übernachtet, über die Ijssel, Vollenhove, Tjeukemeer und Princess Magriet Kanal landen wir im Heimathafen Norddeich und werden wie immer von Uwe am Steg erwartet.(0881)
Die Daten: 1830 km, 205 Motorstunden, 137 Schleusen, 970 Liter Diesel, im Durchschnitt  4,7 l/Std, sehr niedrig, da auf vielen Kanälen Höchstgeschwindigkeit 9 km/Std.

Von unserer ersten Tour Richtung Berlin habe ich bereits in LUV und LEE berichtet. Wir haben gehört, dass der Osten von Berlin ganz besonders schön sei. So haben wir uns dieses Ziel für das Jahr 2014 vorgenommen und wollen dabei auf der Hinreise die Orte besuchen, die wir bei der letzten Fahrt ausgelassen haben, also wieder zuerst über die Elbe und die Müritz nach Berlin.
Von Norddeich geht es  über Wangerooge bei ruhigem Wetter direkt in die Elbe von Tonne H 2 im Wangerooger Seegat zur Tonne Westertill und dann nach Cuxhaven. Mit einer Elbströmung bei Flut von zeitweise 4 Knoten und unseren 7 Knoten Marschgeschwindigkeit geht es sehr schnell bis Geesthacht. Ab hier muss man sich sehr genau die Elbwasserstände informieren, denn die Elbe führt Mitte Mai wieder sehr wenig Wasser. Das kann man prima im Internet bei www.elwis.de und dort unter F/T, das bedeutet Fahrwassertiefe. Angegeben sind dieses Mal 1,60 m für den Abschnitt bis Dömitz, normal ausreichend für unsere 1,10 m Tiefgang. Allerdings sitzen wir auf Höhe von Hitzacker beim üblichen Fahrseitenwechsel kurz auf. Glücklicherweise hat die Elbe Sand, keine Steine, und nach zweimaligem hin und her können wir etwas links von der Bakenlinie passieren. Also, ich hätte beim nächsten Mal lieber mindestens 1,80 m als vorhergesagte Fahrwassertiefe und auf die Richtungsbaken ist auch nicht immer Verlass, denn das Elbfahrwasser verändert sich ständig.
Nach einer Übernachtung in Lauenburg geht es bei Dömitz geht es in die Elde-Müritz Wasserstrasse. Diesmal wollen wir den Abstecher nach Schwerin über die Stör Wasserstrasse machen. Schwerin mit dem Schweriner Schloss und Schweriner See ist besonders sehenswert. Man liegt direkt unterhalb des Schlosses, sehr ortsnah. Man genießt den Blick über den See und die Ansicht auf das Schloss. Die Stadt ist gut restauriert, man findet kaum noch Hinterlassenschaften aus Honeckers Zeit. Manchmal denke ich „leider“: Denn bei mehr stehen gebliebenen Ruinen würden die „Unverbesserlichen“, die immer noch SED/PDS/Die Linke wählen, daran erinnert, welchen Schrott ihnen dieser Unrechtsstaat hinterlassen hat. Ihre heutigen Vertreter und Nachfolger der SED sitzen im Schloss und genießen üppige Gehälter, Pensionen und Spesen.
Den weiteren Weg nach Berlin beschreibe ich nicht näher, weil bereits geschehen. Aber auch dieses Mal sind wir von der Landschaft und den Orten um die Müritz tief beeindruck. Jedes Jahr wird vieles noch mehr verbessert. Es gibt keine Bausünden und eine eindrucksvolle Natur. Nur im Juli/August sollte man dieses Gebiet meiden, da gerade die Wasserstraßen und Schleusen dann grenzwertig zu befahren sind, die Touristen und besonders die Charterboote werden immer mehr. Wartezeiten vor den Schleusen von 4 Stunden sollen dann keine Seltenheit sein.
Schloss Rheinsberg kennen wir noch nicht, deswegen fahren wir in die Rheinsberger Gewässer. Ganz enge Kanäle verbinden die Rheinsberger Seen und der Anblick des Rheinsberger Schlosses ist schon überwältigend. Rheinsberg hat ja seine Bekanntheit durch Friedrich den Großen und die Erzählung von Kurt Tucholski bekommen, aber nicht nur das Schloss sondern auch der Ort lohnt einen Besuch.
Es folgt ein weiterer Abstecher von der Müritz-Havel-Wasserstrasse nach Neustrelitz. Der lohnt sich, weil die Fahrt durch viele unberührte Seen führt und Neustrelitz einen wunderschön restaurierten Hafen bietet, umgeben von alten Speicherhäusern, die in Wohnungen verwandelt wurden. Das Schloss wurde leider zerstört, aber die Schlossanlagen sind renoviert und wieder sehenswert. Leider wird uns der Abend von einem Kuhnle Charterboot mit einer 8 köpfigen besoffenen Männerbesatzung verdorben, die laut grölend bis Mitternacht den Hafen terrorisieren. Das scheint sich in dem Gebiet zunehmend zu einem „Kreuz“ zu entwickeln, wenn man mit Einheimischen spricht.
Kurz vor Berlin haben wir den Hafen Spandau als Übernachtungsplatz genommen, weil wir dann früh am nächsten Tag durch Berlin fahren können. Das empfiehlt sich, weil man zu früher Tageszeit die vielen Ausflugsboote im Zentrum von Berlin vermeidet. Die Fahrt durch Berlin auf der Spree ist ein einmaliges Erlebnis. An den meisten Sehenswürdigkeiten fährt man hautnah vorbei: Charlottenburger Schloss, Kanzleramt, Reichstag, Museumsinsel, Dom und viele schöne Brücken. Wer tagsüber in Berlin bleiben will, findet einige Sportbootanleger auf dem Weg durch Berlin. Uns war das nicht sicher genug, wir liegen lieber im Yachthafen Potsdam und fahren von dort bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt von Berlin.
Nach der Mühlendammschleuse ist man sofort aus dem bebauten Zentrum heraus und hat sofort wieder weite Seen. Wir wollen Richtung Köpenik, wo wir in der Nähe einen ausgezeichneten Liegeplatz am Wendenschloss finden. Hier hat ein Privatmann ein kleines Paradies geschaffen. Er hat nach der Wende Zäune in hochwertigen Ausführungen in Polen produzieren lassen und ist durch den Sanierungsbedarf in Berlin und Umgebung auf eine Marktlücke gestoßen (www.zaunkoenig-wendenschloss.de). Jetzt hat er dort seine Büroräume und einen kleinen Yachthafen mit Bootscharter, Wohnmobilstellplätzen geschaffen. Über die Dame Wasserstraße und die Storkower Gewässer fahren wir Richtung Scharmützelsee. Wir finden das Gebiet noch schöner als die Müritz. Ein See nach dem anderen, tolle Wasserqualität, teilweise unberührte Natur, dann wieder wunderschön restaurierte Häuser, Schrebergärten mit kleinen Datschen und gepflegte Gärten zum Wasser. Wenn es doch etwas Gutes an der DDR gegeben hat, dann sind das diese kleinen Grundstücke, die in der Hand des „Kleinen Mannes“ geblieben sind und nicht in die Hände von Spekulanten und Erschließungsgesellschaften geraten sind. Auf der gesamten Fahrt muss man aufpassen, dass man vor lauter „Gucken“ nicht den rechten Kurs verliert. Wir sehen Bieber, Eisvögel und Schlangen. Eine begrüßte meine Frau sogar auf der Schleusenmauer und wollte beim Festmachen helfen. Man findet in diesem Gebiet auch ungewöhnliche Naturliegeplätze. Einer der schönsten ist am Wolziger See an einer ehemaligen Fischereigenossenschaft, wo der jetzige Eigentümer eine einfache Steganlage mit Fässern in den See hinaus gebaut hat. Und abends gibt es in seinem kleinen Imbiss selbst gefangenen, gebratenen oder selbst geräucherten Fisch oder man kann auch frischen Fisch zum Braten kaufen. Ein kleines Paradies mitten in einsamer Natur, trotzdem gibt es bei ihm am Morgen frische Brötchen für seine Gäste.
Der Endpunkt dieses Abschnitts ist Bad Saarow am Scharmützelsee. Bad Saarow ist am Ende des 19. Jahrhunderts und um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert von der Berliner Prominenz entdeckt worden und sie haben hier ihre Wohnhäuser gebaut. Hier wurden sehr schöne individuelle Villen gebaut, besonders als sich der Ort zum Kurort der damaligen „Schicki – Micki“ Gesellschaft entwickelte. Kein Haus gleicht dem anderen, der Bahnhof und die Kuranlagen haben eine ganz besondere Architektur. Sogar Max Schmeling hatte hier ein Haus und hat hier seine Anni Ondra geheiratet. Die alten Villen haben die DDR Zeit zwar verfallen aber eben unberührt überstanden und sind jetzt mit viel Sachverstand und viel Privatinitiative restauriert worden, wirklich sehenswert.
In diesem Gebiet lohnt es sich auch ein Boot zu chartern oder mit Kindern oder Enkelkinder einen Kanuurlaub mit Zelt zu verbringen, die werden die Zeit in unberührter Natur auf Zeltplätzen mitten im Wald nie wieder vergessen.
Zurück geht es durch den Teltowkanal, das ist durch Berlin die schnellere Verbindung nach Westen. Von da geht es über den Mittellandkanal und die Weser nach Norddeich in unseren Heimathafen, wo wieder Uwe uns freundlich empfängt.
Die Daten dieser Reise: 1915 km, 71 Schleusen,223 Motorstunden, 1050 l Diesel, Durchschnittsverbrauch 4,7 Liter/Std. 
Unsere Grouwstervlet Catharina Elisabeth hat uns auf all diesen Reisen ohne irgendwelche Probleme begleitet. Wir sind nach wie vor der Meinung, ein perfektes Schiff zu haben. Mit einer Ausnahme, als am Mittellandkanal in Sehnde morgens unser Startermotor streikte. Nachdem wir vergeblich versucht haben, umliegende Servicebetriebe zu erreichen, war Bart am nächsten Morgen mit einem neuen Startermotor in Sehnde, den wir zusammen einbauten. Der defekte Startermotor wurde von Vetus als Garantie anerkannt. Ein weiterer Beweis für den sehr guten Service unserer Werft und insbesondere von Bart.
Hilke und Fritz Wolff von der Grouwstervlet Catharina Elisabeth

Van platbodem naar vlet,een geslaagde overgang!

Van platbodem naar vlet,een geslaagde overgang!

Sinds bijna 40 jaar hebben we eerst met onze zeeschouw en ons botterjacht Tuitje in de waddenzee,de Oostzee en in Holland tot de Schelde gezeild.We konden ons het varen zonder zeil niet voorstellen.We wisten echter ook dat een botter naar mate wij ouder worden steeds moeilijker te zeilen zou zijn.Maar ons van ons botterjacht Tuitje te scheiden was onvoorstelbaar.

Tot de zomer van 2009,toen we tijdens ons verblijf op Ameland de Grouwstervlet „De Brûzende Bolle„ van Francis en Sjoerd Tolsma zagen.We waren meteen enthousiast,zo´n wonderschone motorboot hadden wij nog niet eerder gezien.We waren het met elkaar eens:wanneer er een motorboot komt,dan alleen een Grouwstervlet.Een proefvaart bij de werf heeft ons definitief overtuigd.Een koopcontract was snel ondertekend omdat we zeker waren dat we met dit schip ook op hoge leeftijd nog zouden kunnen varen.Al bij de planning hebben we gemerkt dat we met Fedde en Bart zeer kundige partners hebben,die al onze bijzondere wensen kunnen vervullen.De cascobouwer heeft een stalen romp van de beste kwaliteit gebouwd,de bouw hebben we bij onze vele bezoeken kunnen volgen.Voor de afbouw van het interieur was Bart ons hoofdaanspreekpunt en hij heeft ons met zeer goede,eigen,ideeen geholpen en onze voorstellingen voor de interieurbouw gecompleteerd.Zo is het interieur nog mooier geworden dan we ons hadden voorgesteld,en dat in een perfecte kwaliteit.

Door onze vele bezoeken en mijn werkbezoek van een week aan de werf hebben we ervaren dat de kwaliteitseis bij alle medewerkers erg hoog is.Ook bij de techniek werden alle wensen vervuld.Zo werd onze Grouwstervlet ´Catharina Elisabeth´ op de afgesproken datum 9 April 2011,gedoopt.De afrekening verliep uiterst solide en overeenkomstig het afgesloten contract.Tegen de raad van Fedde in wilden wij de boot meteen naar onze ligplaats in Norddeich.Hij had het nieuwe schip graag langer willen proberen.Wij wilden echter midden mei al een lange vaart naar Müritz en Berlin maken.Dit hebben we ook gedaan:over de Elbe en Elde-Müritz-Waterstraat,de Müritz,Berlijn,de Havel,Potsdam,het Middenkanaal en de Weser en weer terug naar Norddeich.Een rondreis om aan te bevelen,met ongerepte natuur.Dit alles zonder fout of storing van ons perfect gebouwde schip.De vaareigenschappen zijn uitstekend,de open kuip geeft ons het gevoel,zoals bij onze botter,dichtbij het water te zijn.Het grote schuifdak staat bij mooi weer altijd open.Omdat de motor erg stil is heb je het gevoel alsof je,zoals bij het zeilen.Het verbruik bij langzaam varen door de meren in het oosten van Duitsland was slechts 5 liter en dat bij een motor van 170pk.De techniek heeft ons niet een seconde in de steek gelaten.Ook bij de sterke wind en hoge golven op de terugweg heeft onze Catharina Elisabeth haar uitstekende vaareigenschappen bewezen,absoluut zeewaardig.Een reis als in een droom met een droomschip.Niet 1 dag hebben we het zeilen gemist.Onze dank gaat uit naar de werf en haar medewerkers,omdat zij onze droom in vervulling hebben laten gaan.

Hilke en Fritz Wolff uit Leer

De grouwster vlet in beeld

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